Die Zukunft des Spiels
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FORUM AKTUELL 2022/06/27

 Das war die heutige
DAW-Zertifizierungs-Roadshow 
 


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder,


zur letzten DAW-Zertifizierungs-Roadshow vor der Sommerpause begrüßte FORUM-Geschäftsführerin Anja Bischof zum heutigen digitalen Workshop wieder zahlreiche Gäste, um diese gemeinsam mit den Expertinnen und Experten über die Zertifizierung von Spielhallen zu informieren.

Für den Dachverband DAW hieß Andreas Rey, Beauftragter für Länderkommunikation, die Gäste willkommen. Er betonte die zunehmende Bedeutung der Zertifizierung und führte aus, dass mit dem aktuellen Glücksspielstaatsvertrag erstmals die Möglichkeit für die Gesetzgeber in den Ländern geschaffen wurde, für die Regulierung qualitative Kriterien heranzuziehen. Mit Blick auf die Nutzung dieser Öffnungsklausel bemerkte er, dass dort, wo dies nicht der Fall sei, viele Standorte bedroht seien und es gleichzeitig zu einem Anstieg des illegalen Spiels kommen könnte.
An die Unternehmer appellierte Rey abschließend, sich nun zertifizieren zu lassen.

Heiko Kasseckert, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, richtete ein Grußwort an die Unternehmer der Branche. Die Zertifizierung sei eine Investition in die Zukunft, die für die Unterschreitung von Mindestabständen und den Fortbetrieb von Verbundspielhallen relevant sei und den Spieler- und Jugendschutz stärke. Auch sei dieser qualitative Ansatz wichtig, um besser zwischen dem legalen und illegalen Angebot unterscheiden zu können. Mit Blick auf das illegale Spiel, sei die Politik in der Verantwortung, den Vollzug zu intensivieren, so Kasseckert.

Grundsätzlich hob der Abgeordnete die gute Kommunikation zwischen Politik und Branche hervor, die wichtig sei, um das gegenseitige Verständnis weiter zu stärken.

Im Anschluss erläuterte die FORUM-Geschäftsführerin den Teilnehmern den qualitativen Ansatz für die Regulierung des terrestrischen Spiels in Deutschland. Hier sei die Zertifizierung neben dem Sachkundenachweis und der besonderen Schulung der zentrale Baustein. Einige Bundesländer seien diesem Ansatz gefolgt und hätten die Öffnungsklausel in verschiedenen Formen genutzt, so Bischof.

Roland Schäfer (Leiter Regelmäßig geprüfte Spielstätte, Qualitätsmanagement ADMIRAL Spielhallen) erläuterte den Gästen Details rund um eine erfolgreiche Zertifizierung.  

Im Nachgang tauschte sich Bischof mit den Vertreterinnen und dem Vertreter der Prüforganisationen, Frau Alexandra Nöthen (TÜV-Rheinland), Frau Bettina Dzieran (InterCert MTIC) und Herrn Jürgen Fischer (ClarCert), über die konkreten Anforderungen, Abläufe der Audits sowie die jeweilige Kostenstruktur aus. Die Prüfgesellschaft ClarCert, die erstmals an der Veranstaltung teilnahm und nach Abschluss der Akkreditierung auf Basis des DAW-Standards zertifizieren wird, nahm erstmals an der Veranstaltung teil.

Dabei wurde von den Expertinnen und Experten u. a. verdeutlicht, dass grundlegend eine Frist von 90 Tagen gelte, wenn Unterlagen nachgereicht werden müssten.

Im Fokus des jeweiligen Prüfstandards stünde der Spieler- und Jugendschutz, welche vor allem durch das Sozialkonzept adressiert sei.

Allen Prüfgesellschaften ist gemein, dass bis zur endgültigen Akkreditierung bereits nach dem jeweiligen neuen Standard auditiert werden könne. Sobald die Akkreditierung vorliege, könnten auch die Zertifikate hierzu ausgestellt werden.

Die unternehmerische Sicht auf die Zertifizierung gewährte heute der Botschafter Olaf Ziegenbruch (Ziegenbruch GmbH & Co. KG), der sich aktuell mitten im Prozess einer Zertifizierung befindet. Hierzu bemerkte der Unternehmer, dass man sich intern zunächst einen genauen Überblick über die Anforderungen an die Zertifizierung verschafft habe. Danach seien die Themenbereiche den Verantwortlichen im Unternehmen zugeordnet, um anschließend die Ergebnisse zusammenzutragen und ggf. Nachbesserungen vorzunehmen. Eine Herausforderung insgesamt seien die Bereiche, die nicht direkt zum Tagesgeschäft eines Automatenunternehmers gehörten und verwies auf das Beispiel Brandschutz. Wichtig sei, dass das gesamte Personal mit ins Boot geholt und sich hinreichend Zeit genommen werden müsse.

Grundsätzlich sieht Ziegenbruch in der Zertifizierung einen großen Vorteil durch die interne Qualitätssicherung, die die Vorbereitung eines Audits mit sich bringe.

Für eine künftige Regulierung wünscht sich der Unternehmer, dass die Qualität stärker berücksichtigt würde und es damit zu einer Bereinigung des Angebots komme.

In der abschließenden Fragerunde betonten die Expertinnen und Experten, dass der gesamte Prozess von der Vorbereitung auf das erste Audit bis zur Zertifizierung durchaus einige Monate beanspruchen könne. Unternehmer sollte daher frühzeitig mit den Vorbereitungen beginnen.

Die Präsentation zum heutigen Workshop mit einigen Hintergrundinformationen zur Spielhallen-Zertifizierung ist >> hier << abrufbar.

Zum Thema Zertifizierung werden wir Sie in diesem Rahmen wieder im September informieren.


Das FORUM bedankt sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.  

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